
John Hagby
Portrait- und Werbefotograf aus Schweden (Göteborg)
Inhaber des Unternehmens PictPro und Elinchrom Ambassador
Beitrag in Zusammenarbeit mit Elinchrom
Lernen Sie, Vögel mit Studioblitz zu fotografieren.
Bei der Vogelfotografie geht es oft um Timing und darum, auf das richtige Licht am gewählten Ort zu warten. Statt die Vögel im Wald aufzusuchen und auf günstige Wetterbedingungen zu hoffen, schuf John selbst ideale Voraussetzungen für gelungene Vogelaufnahmen im eigenen Garten.
Entdecken Sie seine Erfahrungen und Tipps zur Vogelfotografie mit Studioblitz.

Tipps von John Hagby
Wenn Sie Vögel füttern und Sie diese häufig von der Terrasse oder durch das Küchenfenster fotografieren, können Studioblitze Ihren Bildern eine besondere Tiefe verleihen. Hier teile ich einige Tipps und Gedanken aus meiner eigenen Erfahrung.
Ausrüstung und Platzierung
In meiner täglichen Arbeit als Studiofotograf nutze ich Studioblitze, um meine Motive gezielt auszuleuchten. Als ich die Vogelfotografie ausprobieren wollte, lag es daher nahe, auch hier Studioblitze zu integrieren. Ich habe gesehen, dass viele Fotografen einen Aufsteckblitz direkt auf der Kamera verwenden, entschied mich jedoch dafür, einen Schritt weiterzugehen. Da die Vögel meine Futterstelle im Garten bereits kannten, platzierte ich Elinchrom THREE und Elinchrom ONE Studioblitze, um eine eigenständige Lichtstimmung zu schaffen.

Weiches Licht mit Charakter
Wenn das vorhandene Licht diffus ist, etwa durch dichte Wolken oder Schatten, kann die Ausleuchtung schnell flach und wenig spannend wirken. Ein gut platzierter Blitz von der Seite erzeugt deutlichere Lichter und Schatten und verleiht dem Vogelportrait mehr Charakter.
«Richten Sie den Blitz nicht frontal auf das Motiv, da das Bild sonst schnell flach wirkt.»

Sonnenlicht mit Blitz ausgleichen
Bei direktem Sonnenlicht entstehen häufig starke Kontraste und tiefe Schatten. Hier spielen Elinchrom Blitze ihre Stärken aus. Verwenden Sie Lichtformer wie die Rotalux Deep Octa 70cm oder den High-Performance Reflektor, um den Kontrast auszugleichen und Details in den Schatten sichtbar zu machen.

Studiolicht im Freien schaffen
Am frühen Morgen oder in der Dämmerung können die Studioblitze als primäre Lichtquelle dienen. Indem ich die Belichtung anpasse und den Hintergrund unterbelichte, habe ich vollständige Kontrolle darüber, wie die Vögel ausgeleuchtet werden. Der Einsatz mehrerer Blitze, mit der Rotalux Deep Octa 70 als Hauptlicht, erzeugt auch im Freien den Eindruck einer Studioaufnahme. An den übrigen Lichtquellen verwendete ich keine Lichtformer.

Warum ich Studioblitz statt Aufsteckblitz gewählt habe
Akkubetriebene Studioblitze wie die von Elinchrom bieten klare Vorteile bei Akkulaufzeit, Wiederaufladezeit und Lichtleistung. Wenn ich diese Art von Motiv fotografiere, möchte ich nicht riskieren, dass der Blitz in den Stand-by-Modus wechselt oder sich nach einiger Zeit ausschaltet. Deshalb deaktiviere ich diese Funktionen im Menü der Studioblitze, damit sie während der gesamten Fotosession einsatzbereit bleiben. Ein grosser Vorteil der Elinchrom THREE und ONE ist Active Charging. Damit lässt sich eine externe USB-C-Powerbank anschliessen, sodass ich meinen Platz nicht verlassen muss, um den Akku zu wechseln. Das ist besonders hilfreich bei langen Fotosessions mit scheuen Tieren. Die längere Akkulaufzeit und die Möglichkeit, mit kurzen Blitzintervallen zu arbeiten, sind vor allem dann wertvoll, wenn schnelle Bewegungen eingefangen und die Chancen auf die gewünschte Haltung der Vögel erhöht werden sollen.

Tipps für das Fotografieren scheuer Vögel
Ich stelle die Blitze meist auf, wenn ich das Vogelfutter nach draussen bringe. Danach warte ich eine Weile, bevor ich mit der Kamera hinausgehe. So haben sich die Vögel bereits daran gewöhnt, dass Studioblitze an der Futterstelle stehen. Wichtig: Vergessen Sie nicht, die Blitze bereits beim Aufstellen einzuschalten. Dann müssen Sie nicht erneut zu ihnen gehen, wenn Sie mit dem Fotografieren beginnen.
Um die Störung so gering wie möglich zu halten, verwende ich kleine Reflektoren oder gar keine Lichtformer an den Studioblitzen. Eine vorsichtige Platzierung und das Vermeiden unnötig grosser Bewegungen beim Aufstellen helfen den Vögeln, sich schnell an die Blitzfotografie zu gewöhnen. Das Blitzlicht selbst scheint sie nicht zu stören. Wenn ich grössere Lichtformer wie eine Softbox verwende, stelle ich diese meist erst unmittelbar vor der Aufnahme auf. Wegen ihrer Windanfälligkeit möchte ich sie nicht zu lange vorher draussen stehen lassen. Das kann jedoch dazu führen, dass manche Vögel zunächst nicht erscheinen. Vermutlich liegt das eher daran, dass ich kurz vor der Aufnahme noch am Futterplatz war.

Fazit: Nutzen Sie Studioblitzgeräte bei der Vogelfotografie
Diese Gedanken und Tipps sollen Ihnen dabei helfen, die Möglichkeiten der Vogelfotografie mit Blitz an Futterstellen zu erkunden. Durch die gezielte Wahl und Platzierung der Lichtformer können Sie eigenständige und ungewöhnliche Bilder Ihrer gefiederten Besucher einfangen.
Viel Erfolg!
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